Das Projekt „Förderung bürgerschaftlichen Engagements als Ressource für kommunale Entwicklungsprozesse“
zielte auf die Ansprache von Städten und Gemeinden, deren Verantwortungs- und Entscheidungsträgerinnen und -träger die Potenziale bürgerschaftlichen Engagements für die eigene Kommune noch nicht erkannt oder voll erschlossen haben.
Konkret angesprochen wurden Landräte, (Ober-) Bürgermeisterinnen und -Bürgermeister, die zuständigen Beigeordneten sowie Fachreferentinnen und Fachreferenten (Leiterinnen und Leiter von Stabs-/ Geschäftsstellen, Büros für Engagement u.ä.).
Vertreterinnen und Vertreter aus „Anfänger“-/„Starterkommunen“ im Bereich der Engagementförderung sollten zur strategischen Weiterentwicklung kommunaler Engagementförderung motiviert und ermutigt werden. Sie sollten angeregt und darin unterstützt werden, für sich zu reflektieren, wie und was sie in ihren Gemeinden zur Entwicklung einer „Kultur des Gemeinsinns und der Beteiligung“ beitragen können. Die Vorstellung und Diskussion von good-practice-Beispielen und ein begleitender kollegialer Austausch sollten die dafür notwendigen inhaltlichen Impulse und Orientierungen geben. Es galt den Teilnehmenden anschaulich vor Augen zu führen, welche Entwicklungsperspektiven sich für ihre Kommunen mit einer gezielten mehrdimensionalen Förderung bürgerschaftlichen Engagements als zukunftsicherndem Standortfaktor auftun.
Ein zentraler Bestandteil des Projektes war der Workshop „Zukunftsfaktor bürgerschaftliches Engagement – Chance für kommunale Entwicklung“, zu dem das KSI landesweit die politisch-administrativen Spitzen, das heißt Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landräte, und Fachpersonal aus der Verwaltung eingeladen hatte.
Die Dokumentation des Workshops „Zukunftsfaktor bürgerschaftliches Engagement – Chance für kommunale Entwicklung. Beispiele und Perspektiven“ und ihre Verbreitung als Online-Publikation wurden erst im Projektverlauf auf besonderen Wunsch von Seiten der Kommunen geplant. Mit ihr werden zwei Zielsetzungen verfolgt:
Den Mitwirkenden des Workshops soll sie die Möglichkeit einer intensiven Nach-Lese und -Arbeit bieten.
Es sollen über den Teilnehmendenkreis hinaus ganz allgemein Fachleute angesprochen werden, die sich für Fragen der kommunalen Engagementförderung interessieren: Vertreterinnen und Vertretern von Politik und Verwaltung in Städten, Gemeinden und Kreisen soll die Publikation Argumentations- und Entscheidungshilfen geben für eine strategische Weiterentwicklung der lokalen Engagementförderung. Darüber hinaus werden zahlreich konkrete Anregungen für die Förderung bürgerschaftlicher Prozesse gegeben. Kommunen, die überlegen, ob und auf welche Weise sie das Engagement ihrer Bürgerschaft unterstützen sollen bzw. können, können diese Praxisbeispiele helfen, diesbezüglich eigene Visionen und konkrete Strategien zu entwickeln. Städte, Gemeinden und Kreise, die bereits Erfahrungen mit der Förderung bürgerschaftlichen Engagements haben, finden Anregungen, das eigene „Instrumentarium“ zu verfeinern und zu erweitern oder sich neue Felder der Engagementförderung zu erschließen.