Der 3. Juni ist ein besonders bedeutendes Datum – zumindest in Uganda. Denn dieses Datum markiert dort den höchsten Feiertag. An diesem Tag gedenken nämlich die Christen in Uganda ihrer Märtyrer. Diese wurden im Jahre 1886 gequält und verbrannt, weil sie sich trotz Todesandrohung öffentlich zu ihrem Glauben bekannten.
Zum 125. Jahrestag ihres Martyriums lud das KSI zu einem Festakt nach Bad Honnef ein, zur ersten Gedenkfeier für die ugandischen Märtyrer in Deutschland überhaupt. Der Einladung folgten über 100 Gäste, darunter viele ugandische Staatsbürger, die aus verschiedenen europäischen Ländern und auch aus Uganda angereist waren. Die Anregung zu dieser Feier kam von Father John Paul Jjumba, der zur Zeit als Hausgeistlicher im KSI tätig ist und der, wie seine beiden Vorgänger, aus Uganda stammt. Der Direktor des KSI, Prof. Dr. Ralph Bergold, hatte diese Anregung sehr gern aufgenommen und Herrn Udo Huett mit der Organisation betraut.
Der Festakt begann mit einer Heiligen Messe, in deren Predigt Dompropst Dr. Norbert Feldhoff die 22 katholischen Märtyrer würdigte, die am 18. Oktober 1964 von Papst Paul VI heilig gesprochen wurden. Father Thomas Barungi sorgte mit der musikalischen Gestaltung der Messe dafür, dass die Herzen der Freunde afrikanischer Rhythmen höher schlugen.
Die auf die Heilige Messe folgenden beiden Feierstunden wurden vom Willkommensgruß des Direktors Prof. Dr. Ralph Bergold eröffnet. Daran schloss sich zunächst die Ansprache des ugandischen Botschafters an, daran eine Grußbotschaft des Bischofs der Diözese, aus der die meisten Märtyrer stammten, und schließlich die von Peter Hurrelmann und Melanie Eimermacher vorgetragenen Präsentationen von zwei Projekten, die auf die Initiativen des jetzigen und eines ehemaligen Hausgeistlichen des KSI zurück gehen. Im Mittelpunkt des Vormittags stand der Festvortrag von Diakon Hans Gerd Grevelding, in dem er die Entwicklungen, die zum gewaltsamen Tod der Märtyrer führten, sehr genau nachzeichnete, und weiterhin die engen Verbindungen zwischen der Erzdiözese Köln und der Kirche in Uganda verdeutlichte. Einige filmische Impressionen von den Feierlichkeiten in Namugongo, dem Ort des Martyriums in Uganda, vermittelten einen Eindruck von der Vitalität und Dynamik, mit der in Uganda christliche Feste begangen werden. Eingerahmt wurden all diese Beiträge von spontanen musikalischen und tänzerischen Darbietungen.
Den Abschluss der Feier bildete zu vorgerückter mittäglicher Stunde ein gemeinsames Essen, zu dem Gerichte der afrikanischen Küche aufgetragen wurden.
Die ugandischen Gäste beteuerten bei ihrem Abschied, dass sie gern in einem der kommenden Jahre zu diesem Anlass wieder ins KSI kämen und luden ihrerseits sehr herzlich nach Uganda ein.
> Fotostrecke
| Sehen Sie hier einen Beitrag zum Märtyrertag: |
Lesen Sie einen Vortrag zu Father Charles Lwanga und den Märtyrern Ugandas von Hans Gerd Grevelding,
Vorsitzender der CV Afrika Hilfe
> mehr |
|
|
 |