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25 | 09 | 2020

Harald NaegeliPorträt Harald Naegeli


Zeichnung


Bewegung um Raum

Der Zeichenkurs des bekannten „Sprayers von Zürich" Harald Naegeli, verfolgt die Reduktion des Konkreten. Althergebrachte, übliche Formen und Gegenstände werden nicht gezeichnet – vielmehr wird mit Partikelzeichnungen gearbeitet, die sich mit der Bewegung im Raum befassen.

Zum Kurs

Im Kurs werden Partikelzeichnungen im Mittelpunkt stehen. Punkte, Striche und Strukturen werden gezeichnet, die auf eine Auseinandersetzung mit der Bewegung im Raum zielen. Übliche Gegenstandserwartungen wie Körper, tradierte Zeichen und Figuren werden nicht berücksichtigt. Verfolgt wird die Reduktion des Konkreten. Gearbeitet wird unter anderem an der Urwolke, aber auch in Form von Skizzen nach Natureindrücken sowie in Form von psychischen Improvi-sationen auf kleinen und großen Formaten u. a. mit Eddingstift, Pentel, Spitzfeder und Tusche erarbeitet.

 
ZeichnungVita

Harald Naegeli hat die Zeichnung als Graffiti in den öffentlichen Raum gebracht. Ende der 70er‐Jahre wird der Psychologe, Zeichner und Naturschützer weltweit als „Sprayer von Zürich" mit seinen gesellschaftspolitisch motivierten Sprayaktionen bekannt. Auf Papier setzt er sich mit der Zeichnung in meditativer Richtung auseinander. Zudem arbeitet er seit 15 Jahren kontinuierlich an der „Urwolke". Zahlreiche Arbeiten befinden sich im Besitz von Museen.
1939 in Zürich geboren
1956–1960 Züricher Kunstgewerbeschule bei Karl Schmid, Holzschneider von Hans Arp
1961–1963 Musikstudium am Züricher Konservatorium
1964 École des Beaux-Arts, Paris. Keine Teilnahme am Unterricht, stattdessen tägliches Studium alter Meister im Louvre
1965–1976 Arbeit an Collagen, 30 000 Bewegungsskizzen
1977 erste Spraybilder in Zürich und im Tessin
1979 Festnahme als Phantomsprayer in Zürich
1980–1985 Ausdehnung der Sprayaktionen u. a. auf Köln, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart
1982 Internationaler Haftbefehl
1982 Fotodokumentation des "Kölner Totentanzes" im Kölnischen Kunstverein
1984 Naegeli stellt sich freiwillig; vier Monate Gefängnis im Hochsicherheitstrakt Winterthur, zwei Monate offener Vollzug; Naegeli zieht aus politischen Gründen in die Bundesrepublik Deutschland
1986 "Totentanz der Fische" längs des Rheins als Reaktion auf den Chemieunfall der Firma Sandoz
1986–1989 Sprayaktionen in Venedig; Aktionen gegen Tierversuche seitdem Auseinandersetzung mit weiteren Perspektiven der Zeichnung in meditativer Richtung lebt und arbeitet in Düsseldorf und Zürich
Ausstellungen, Sprayaktionen, Performances (Auswahl)
1990 Kunstmuseum Düsseldorf; Graphische Sammlung Staatsgalerie Stuttgart
1991 Städtische Galerie Potsdam; Galerie Pels-Leusden, Berlin; Galerie Stahlberger, Weil am Rhein
1992 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
1993 Kunsthaus Zürich; Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
1994 Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf; Galerie Stahlberger, Weil am Rhein
1995 Galerie Hubertus Wunschik, Düsseldorf;Sommerakademie in Wismar; Galerie Brügger, Bern
1996 Kunstmuseum Düsseldorf; Galerie Wehrli, Zürich; Kunstverein Wismar, Fotoausstellung von Graffiti
1997 Kunstverein Dessau, Ausstellung der Zeichnungen im Feininger-Haus; Graffiti-Aktion in Dessau,
Sommerakademie des Erzbistums Köln; Galerie Zähringer, Zürich; Graffiti-Aktion in Tübingen
1998 Katholisch-Soziales Institut der Erzdiözese Köln, Bad Honnef; Galerie Brügger, Bern;
Graphische Sammlung am Kunsthistorischen Institut, Universität Tübingen;
Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Städtische Museen Koblenz; Sprengel Museum, Hannover

 

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