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19 | 09 | 2020

Protrait Margrit StraßburgerMargrit Straßburger

Vom Requisit zum Theatermonolog

 

Darstellende Kunst

 

Zum Kurs

Die Bezeichnung Requisit ist für jeden Schauspieler ein sehr umgängliches Wort – es stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „erforderliches Ding“, und wehe dem Requisiteur, wenn dieser es für den jeweiligen Schauspieler im jeweiligen Bühnenbild oder hinter der Bühne nicht an die erforderliche Stelle gelegt hat, das könnte den Rhythmus, das Timing der ganzen Theaterinszenierung durcheinanderbringen. In einer der wenigen deutschen Komödien gibt es ein Requisit, dass die Handlung und die Dramatik aller in ihr auftretenden Rollen bestimmt. Sie haben es sicherlich schon erraten, denn dieses Requisit gab dem Theaterstück, dieser herrlichen Komödie von Heinrich von Kleist, den Titel: „Der zerbrochene Krug“. Hier muss der Dorfrichter Adam eine Gerichtsverhandlung führen, obwohl er selbst der Schuldige ist.

 

Zum Theaterworkshop:

Haben Sie vielleicht auf Ihrem Dachboden, in Ihrem Keller oder in einem Versteck, dass Sie längst vergessen haben, einen Gegenstand, und sei er noch so klein, z. B. einen Ring, einen Brief, ein Foto, also ein Requisit, das bei ihnen etwas auslöst, das mit Gefühlen verbunden ist:

  • Eine unvergessliche Geschichte, verbunden mit einer schönen Erinnerung.
  • Einen Traum – möglicherweise eine Vision.
  • Vielleicht sogar einen inneren Konflikt oder einen Konflikt mit einer anderen Person, auch mehrere Personen können beteiligt sein.

Bringen Sie es mit und wir entwickeln gemeinsam daraus einen spannenden Theatermonolog. Nur von Ihnen wird es abhängen, wie weit Sie sich öffnen, was Sie bereit sind von sich preiszugeben und welche Ausdrucksmittel Sie verwenden. Ich werde Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Mimik, Gestik und Ihren Körper einsetzen können, um die Zuschauer in den Bann zu ziehen.

 

Vita

Besuch der Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin, achtjähriges Engagement an der Berliner Volksbühne, 1982 Kritikerpreis für die Verkörperung der Mieze in Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“, Engagements in Wuppertal und Hamburg. Ab 1980 Erweiterung der Tätigkeit: von der Bühne für das Fernsehen (DDR-Fernsehen, Fernsehserien wie Polizeiruf 110 etc.) sowie als Synchronsprecherin (z. B. Grey‘s Anatomy, Private Practice) und schließlich auch als Theaterregisseurin in Hamburg und München. Auftritte als Chansonsängerin u. a. in Amerika, Russland, Japan.


Material

Requisit

 

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